Arcandor hält sich weiter bedeckt E-Mail
Donnerstag, 28 Mai 2009
Für den Essener Handels- und Touristikkonzern Arcandor AG geht es derzeit bekanntlich um alles. Erhält das Unternehmen nicht in Kürze Staatshilfen, steht es vor der Pleite.

Wie es um die aktuellen Geschäfte steht, behält Arcandor angesichts der unsicheren Situation vorerst lieber für sich. Am Mittwoch verschob der Konzern zum zweiten Mal die Veröffentlichung der Halbjahreszahlen. Ursprünglich sollten sie bereits am 14. Mai präsentiert werden, dann wurde der Termin auf den 29. Mai verlegt. Doch auch das ist nun passé: Jetzt will Arcandor erst am 18. Juni den Zwischenbericht für die ersten sechs Monate, die am 31. März endeten, vorstellen. „Der Grund für die erneute Terminverschiebung steht im Zusammenhang mit laufenden Finanzierungsverhandlungen,“ erklärte der Konzern lapidar.

Unterdessen setzen die verzweifelten Essener nun auch auf den Druck der Straße. Am Mittwoch protestierten mehrere tausend Arcandor- Mitarbeiter vor dem Bundeswirtschaftsministerium in Berlin. Doch Minister zu Guttenberg zeigte sich standhaft: Er stellte sich den demonstrierenden Massen, mochte sich aber nicht zu populären Hilfsversprechen durchringen. Immerhin versprach er, das Gesuch „verantwortungsvoll“ zu prüfen und „so schnell wie möglich Entscheidungen zu finden“.


 
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