Arcandor: 15 weitere Töchter insolvent E-Mail
Mittwoch, 17 Juni 2009
Der Essener Handels- und Touristikkonzern Arcandor AG hat am Mittwoch beim Amtsgericht Essen Insolvenzanträge für 15 Tochtergesellschaften gestellt.

Diese Anträge seien „nach Feststellung des Status der Gesellschaften einerseits wirtschaftlich geboten, andererseits strategisch sinnvoll,“ teilte das Unternehmen mit. Betroffen seien „maßgeblich Gesellschaften, die Dienstleistungen oder andere Leistungen nahezu ausschließlich für die bereits insolventen Kernunternehmen erbringen“, hieß es in der entsprechenden Meldung weiter. In der vergangenen Woche hatten bereits die Arcandor AG, die Primondo GmbH, die Quelle GmbH sowie die Karstadt Warenhaus GmbH Insolvenzanträge gestellt.

Diese zweite Insolvenzwelle, von der 6.700 Mitarbeiter betroffen sind, umfasst nach Angaben von Arcandor im Einzelnen die Corporate Service Group GmbH, die den weltweiten Einkauf koordiniert, die Primondo Operations GmbH mit ihren angeschlossenen neun Gesellschaften der Logistik und der Call Center, die Primondo Management Service GmbH, die Foto Quelle GmbH, die Profectis GmbH, die für den technischen Kundendienst zuständig ist, sowie die belgische Tochter Europapier. Der Geschäftsbetrieb soll im Rahmen des vorläufigen Insolvenzverfahrens in vollem Umfang aufrecht erhalten werden.


 
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