Österreich: Bekleidungsindustrie trotzt der Krise E-Mail
Donnerstag, 17 September 2009
Durchaus zufrieden zeigt sich die Bekleidungsbranche in Österreich mit der Geschäftslage in der ersten Jahreshälfte: „Die österreichische Bekleidungsindustrie hat das erste Halbjahr 2009 – unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen – relativ gut bewältigt,“ erklärte Wolfgang Sima, der Obmann des Fachverbandes der Bekleidungsindustrie, angesichts der vorliegenden, durchaus bemerkenswerten Zahlen.

Demnach ist der Halbjahresumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum lediglich um 0,2 Prozent zurückgegangen. Die Auftragseingänge sanken um 0,6 Prozent. Die österreichische Bekleidungsindustrie sei „nach einem längeren Umstrukturierungsprozess“ mittlerweile „zukunftsorientiert aufgestellt“, bekräftigte Sima.

Große Probleme gab es teilweise im Exportgeschäft, das mittlerweile 70 Prozent des Gesamtumsatzes der österreichischen Bekleidungsindustrie ausmacht. So lagen die Exporte nach Russland aufgrund der Krise um 23 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Franz J. Pitnik, der Geschäftsführer des Branchenverbandes, gab eine recht düstere Prognose für die weitere Entwicklung auf diesem wichtigen Markt ab: „Bis zu 30 Prozent des russischen Fachhandels wird leider die Krise nicht überleben,“ befürchet er.


 
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